Über Alexandra Simotta
Fünf Stationen, eine Frage.
Recht · Internationales Business · Führung · Profiling · Unternehmertum
Internationale Kanzlei- und Unternehmenspraxis seit 2011. Wien.
Ich habe Recht studiert, weil mich Argumente faszinieren.
Weil dieselben Fakten zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen führen können. Weil es darauf ankommt, genau hinzusehen, logisch zu denken, Widersprüche zu erkennen und herauszufinden, welches Argument tatsächlich trägt.
Mich interessiert, was passiert, wenn man eine Situation aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Was verändert sich? Was wurde übersehen? Welche Annahme hält einer genaueren Prüfung nicht stand?
Im Zentrum steht für mich die Frage, was gerecht ist – und warum. Ich glaube fest daran, dass Entscheidungen nicht willkürlich sein sollten, sondern nachvollziehbar und begründbar. Gerechtigkeit braucht gute Gründe.
Werdegang
Was ich wo gelernt habe
Nicht die Stationen sind interessant, sondern was jede davon hinzugefügt hat.
Recht
Studium in Wien, Erasmus in Thessaloniki, Gerichtsjahr, LL.M. an der New York University, New York Bar, österreichische Anwaltsprüfung mit sehr gutem Erfolg. Dazwischen zwei internationale Kanzleien: CMS in der Corporate Litigation, CHSH im Corporate Commercial – Gesellschafterstreit, Schiedsverfahren, Markenrecht, die erste österreichische Verschmelzung über die Grenze.
Gelernt: wie man einen Standpunkt so aufbaut, dass er unter Druck hält. Und dass ein zweites Rechtssystem verändert, wie man ein Problem liest.
Internationales Business
Acht Jahre in internationalen Zahlungs- und Technologiekonzernen: SIX, Worldline, PAYONE. Konzessionen, Bankaufsichtsrecht, Auslagerungen, ein Data Center in die Schweiz, eine Verschmelzung nach Luxemburg, der Verkauf eines Teilbetriebs samt Spaltung einer Bankkonzession.
Gelernt: wie Entscheidungen tatsächlich zustande kommen – mit unvollständigen Informationen, unter Zeitdruck, zwischen Menschen mit unterschiedlichen Interessen. Und was danach passiert.
Führung
General Manager und Prokuristin für Österreich, Head of Legal für Österreich und Slowenien. Heute konzernweite rechtliche Verantwortung und AI Governance bei Anyline, inklusive der US-Gesellschaft. Dazu zwei Jahre Lehrauftrag für internationales Zivilprozessrecht an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien.
Gelernt: dass Verantwortung etwas anderes ist als Zuständigkeit. Und dass nichts so zur Klarheit zwingt wie der Versuch, etwas Kompliziertes verständlich zu machen.
Profiling
Fachausbildung in Verhaltensanalyse am WIFI Wien. Seit 2024 in der Praxis: Verhandlungsstrategien, Krisenverhandlungen, Aufklärung von Betrugsfällen, Asset Tracing, Ransomware-Vorfälle.
Gelernt: worauf man achtet, wenn Worte und Handlungen auseinandergehen. Das ist die Perspektive, die in juristischer und betriebswirtschaftlicher Ausbildung meist fehlt.
Unternehmertum
Eigenes Unternehmen seit 2025: MindQuest, für erlebbare Formate zu Beobachtung, Verhalten und Kommunikation unter Zeitdruck. Daneben die eigene Praxis für Sparring, Verhandlung und Profiling.
Gelernt: wer eigenes Geld und eigene Zeit einsetzt, denkt anders über Entscheidungen. Risiko ist kein Kapitel in einer Präsentation.
Qualifikationen
Belegbares
- LL.M.2013
- International Business Regulation, Litigation and Arbitration, New York University School of Law.
- New York Bar2013
- Attorney-at-Law, New York. Mitglied der New York Bar Association.
- Österreichische Anwaltsprüfung2015
- Abgelegt mit sehr gutem Erfolg, Rechtsanwaltskammer Wien.
- Mag. iur.2008
- Universität Wien. Erasmus an der Aristoteles-Universität Thessaloniki.
- Zertifizierte Profilerin · WIFI Wien
- Fachausbildung im Bereich Verhaltensanalyse.
- Weitere Zertifikate
- Zertifizierte Datenschutzbeauftragte, Austrian Standards. Zertifizierte Digitalisierungsmanagerin, Universität Graz. Mediatorin.
- Verbände
- International Association of Defense Counsel, Chair der AI Task Force. Women in Law Austria, Gründungsmitglied der Sparte Banking & Finance und Mentorin im Mentorship-Programm.
- Sprachen
- Deutsch als Muttersprache, Englisch verhandlungssicher, Französisch sehr gut, Spanisch Grundkenntnisse.
Haltung
Vier Dinge, auf die ich mich verlasse
- Neugier
- Verstehen, bevor man urteilt. In dieser Reihenfolge, nicht umgekehrt.
- Klarheit
- Komplexität ist manchmal unvermeidlich. Verwirrung nicht.
- Unabhängigkeit
- Gute Beratung ist nicht, Menschen zu sagen, was sie hören wollen.
- Menschlichkeit
- Scharf und freundlich sind keine Gegensätze. Das eine setzt das andere sogar voraus.
Persönlich
Vertrauen kann man nicht anordnen.
Ich lebe in Wien. Ich verbringe viel Zeit in der Natur und mit Tieren, und ich habe einen Hund namens Timmy, der mir mehr über Vertrauen beigebracht hat als jedes Führungsseminar.
Man kann die Bedingungen schaffen, unter denen Vertrauen entsteht – anordnen kann man es nicht. Das gilt für Hunde. Für Menschen gilt es auch.